100 Jahre Wintertourismus in Pontresina

Noch vor gut 200 Jahren war die Region im Engadin eher feindselig und vor allem schwer zugänglich. Die Natur war aber herrlich und entsprechend unberührt, weil es keine Eingriffe von außen gab. Die Menschen waren einfache Bergbauern und lebten von der Viehzucht und vom Gemüseanbau. Kaum vorstellbar für einige, die heute in Hotels Pontresina wohnen, im Sommer hier wandern oder im Winter hier Ski fahren. Die ersten Sommergäste begrüßte man hier im Jahr 1850. Damals standen noch keine Hotels im Ort, sondern es gab nur kleine Pensionen. Doch nach und nach engagierten sich immer mehr Einwohner des Ortes im Tourismus. Die Wege nach Pontresina wurden aber auch erst sehr viel später erschlossen. Man musste damals noch mit Pferd und Kutsche anreisen.

Foto: Paul-Georg Meister  / pixelio.de
Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de


Eisenbahn und Skilifte

1905 wurde Pontresina dann auch noch Wintersportort. Schon einige Jahre zuvor hatte man in St. Moritz den Winterbetrieb aufgenommen. Wie auch dort waren es hier vor allem britische Urlauber, die einige schöne Wintertage in den Graubündener Alpen verbringen wollten. Pontresina ist aber einer der wenigen Orte im Engadin, in denen es schon am längsten Elektrizität gibt. Darauf ist man besonders stolz, ebenso wie darauf, dass man den ersten Lift auf die Berge in Betrieb nehmen konnte. Danach konnte sich der Wintertourismus endgültig etablieren. Schon unmittelbar nach dem Beginn des Wintertourismus am Ort wurde Pontresina an das Schweizer Eisenbahnnetz erfolgreich angeschlossen.

Bergsteigen, Eisklettern und Schneeschuhwandern

Der Grund, warum Pontresina heute wie damals so beliebt ist bei den Wintergästen ist die Vielfalt an Möglichkeiten, die die Berge ringsherum bieten. Sowohl Abfahrten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und auch Langlauf ist hier möglich. Snowboarder kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten und letztlich auch die Bergsteiger und im Winter die Eiskletterer. Sie alle nutzen den Ferienort als Ausgang für ihre Aktivitäten. Schneeschuhwanderer sind ebenfalls von den Möglichkeiten hier begeistert. Im Jahr 1907 fand hier vor Ort im Übrigen der erste kantonale Bergführerkurs statt. Der Ort selbst liegt windgeschützt umgeben von den Bergen, in denen diese Aktivitäten stattfinden können. Schneesicherheit ist hier auf jeden Fall gegeben. Denn die Berge reichen hier auf eine Höhe bis zu 3300 m.