Den Schweizer Nationalpark entdecken

Vor kurzem war ich mit meinem Mann zum ersten Mal im Engadin. Wir wollten einmal ein wenig die Schweiz erkunden und so hielten wir es für eine gute Idee, uns in einem Wellnesshotel im Engadin einzumieten. Wir waren doch sehr überrascht von dem schönen Hotel und froh, dass wir e gebucht haben, da es ziemlich zentral am Bahnhof liegt und man so überall hinkommen kann, wo man möchte. Für den ersten Tag, den wir im Engadin waren, haben wir uns etwas ganz Besonderes ausgedacht. Wir wollten uns den Schweizer Nationalpark anschauen. Freunde von uns haben dort eine Tour mitgemacht und erzählen noch heute von der schönen Natur, die es dort gibt. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so brachen wir ebenfalls zu dieser schönen Tour auf. Früh morgens ging es los, damit wir bloß auch den ganzen Tag im Nationalpark verbringen könnten und so war der Sonnenaufgang unterwegs schon ein kleines Highlight.

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Foto: k_r_craft / pixabay

Mit dem Auto fuhren wir rund 30 Minuten von St. Moritz nach Zernez. Der Schweizer Nationalpark befindet sich am östlichsten Zipfel der Schweiz und hier sieht die Welt noch aus wie in alten Zeiten. Alles ist nahezu unberührt und sehr hübsch. Der Nationalpark erstreckt sich auf rund 170 Quadratkilometern und genauso viel unberührte Natur gibt es hier auch. Der Mensch hat hier seit 100 Jahren nicht in die Entwicklung der Natur eingegriffen und so konnte sie sich ausbreiten, wie sie wollte. Das Naturreservat ist also völlig frei von menschlichen Einflüssen und Eingriffen und deswegen auch so etwas Besonderes. Seit der Gründung des Parks gab es keine Jagd und auch keine Fischerei mehr. Außerdem wurden die Felder, Wälder und Weiden nicht mehr gepflegt, sodass sich die gesamte Tier- und Pflanzenwelt ausbreiten konnte, wie sie wollte. Die Menschen haben der Natur komplett die Führung überlassen und dafür werden sie nun belohnt, denn es gibt wohl kaum ein schöneres Fleckchen auf der Welt. Nur die natürlichen Vorgänge haben diese Gegend geformt und so wuchern die Pflanzen regelrecht und viele Tiere haben hier eine Heimat gefunden. Seit 1914 ist der Nationalpark schon ein geschütztes Gebiet und so sollte man natürlich nur auf den Wegen entlang gehen.