Finanzamt und Autoversicherung

Viele Verbraucher setzen beim Finanzamt nicht das ab, was sie eigentlich könnten. Hierzu gehört in vielen Fällen auch die Autoversicherung. Doch ob nun eine Online Autoversicherung abgeschlossen wurde oder eine Autoversicherung in einer Filiale – die Kosten für den Haftpflichtteil jedenfalls kann beim Finanzamt geltend gemacht werden. Einzutragen ist dieser Kostenpunkt aus der Beitragsrechnung in Zeile 50 der Vorsorgeaufwendungen. Allerdings ist nicht gesagt, dass die Angabe darüber auch gleichzeitig bedeutet, dass der Verbraucher eine riesige Erstattung durchs Finanzamt bekommen wird. Abhängig ist dies von vielen anderen Faktoren. Hierzu gehört vor allem, dass auch andere Kostenpunkte eine entsprechende Summe ausweisen und bereits gezahlte Steuern höher sind, als das was man eigentlich erstatten muss.

Foto: Benjamin Klack  / pixelio.de
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Teuerste Versicherung

Der Grund, warum man es auf jeden Fall versuchen sollte die Kosten der Haftpflicht der Autoversicherung abzusetzen bei der Steuer ist, dass es sich bei der Autoversicherung um die teuerste Versicherung handelt, die man abschließen kann. Dies hat sich in den letzten Jahrzehnten immer wieder gezeigt. Selbst Lebensversicherungen mit einer hohen Versicherungssumme sind von der Prämie nicht so hoch angesiedelt, wie die Autoversicherung. Ein Grund, warum die Beiträge so hoch sind, ist dass schließlich der Topf aufgefüllt werden muss, aus dem letztlich die Schäden bezahlt werden müssen, die anfallen, wenn es zu einem Unfallereignis kommt. Wer dennoch günstig hier davon kommen möchte, der sollte auf Vergleichsmöglichkeiten achten. Im Internet sind Vergleich seit gut 20 Jahren möglich. Der Autoversicherungsmarkt wurde 1994 dereguliert. Entgegen der Prognose von Experten führte dies nicht zu einem Chaos, sondern gab den Verbrauchern Vergleichsmöglichkeiten.