Nachtwanderung auf den Malediven

Da mein Freund und ich abends öfter nach dem Essen einen Spaziergang gemacht haben, kannten wir die Insel auf den Malediven, die wir uns für unseren Urlaub ausgesucht hatten, relativ schnell auswendig. Groß sind die kleinen Inseln schließlich nicht und wenn man jeden Tag ein paar Meter läuft, kennt man sie bald auswendig. Abends haben wir uns aber nie vom Strand weg getraut, denn irgendwie schien es uns zu gefährlich, nachts im Wald herumzulaufen. Am Strand war es einfach wunderschön. Da es hier kaum Licht gibt, konnte man den wahnsinnig schönen Sternenhimmel sehen, der ganz anders aussah als bei uns, weil wir uns auf einer anderen Halbkugel befunden haben. Absolut traumhaft! So etwas schönes habe ich bisher noch nicht gesehen. Nicht selten haben wir auch einfach eine Decke mitgenommen und uns in den Sand gelegt, um in die Sterne zu schauen. Irgendwann wollten wir auch den Wald bei Nacht erkunden. Uns wurde gesagt, dass es hier keine wilden Tiere gibt und man nur ein wenig auf Schlangen aufpassen müsste, die aber nicht giftig sind. An der Rezeption liehen wir uns eine Taschenlampe aus und blieben auf den vorgefertigten Wegen, die durch den Wald führen, um auf die andere Inselseite zu kommen.

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Foto: syahirhakim / pixabay

Es war faszinierend. Im Wald war es viel dunkler als am Strand, aber man konnte trotzdem sehr gut sehen. Wir gingen langsam und leise umher und sahen viele Tiere, die wir vorher nie gesehen hätten. Nachts hört man aber besser, da die Geräusche vom Tag nicht vorhanden sind und so hörten wir jedes Tier sofort.