Wirtschaft, Mentalität und Bevölkerung auf Teneriffa

Wer Teneriffa Ferien macht, der vergisst häufig außer am Strand zu liegen auch ein bisschen hinter die Fassade von dieser wunderschönen Insel zu sehen. Dabei ist nicht nur die Geschichte der Insel sehr interessant, sondern auch die heutige moderne Wirtschaftsentwicklung. Das wird bei einem Urlaub auf der Insel meist vergessen. Doch wenn es interessiert: Die Wirtschaft von Teneriffa war bis in die 1970er Jahre größtenteils von der Landwirtschaft und vom Handel dominiert. Heute spielt der Tourismus auf der Insel die tragende wirtschaftliche Rolle. Dabei hat sich die Insel durch den Massentourismus in eine doch recht abhängige Lage von Politik, allgemeiner Wirtschaftslage und auch Willen der Urlauber hierher zu kommen, begeben – wie Kritiker zumindest meinen. Gleichzeitig mit dem Tourismus wurde in den 1970er Jahren auch die Baubranche vorangetrieben durch den Bau der vielen großen Hotels. Inzwischen herrscht für große Projekte mit enger Bebauung Baustopp.

Foto: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de


Industrie nur minimal vertreten

Außer in der Region um die Hauptstadt der Insel, Santa Cruz de Tenerife, gibt es auf der Insel nur noch wenig Landwirtschaft und fast kaum Industrie. Die einzigen Betriebe, die es auf der Insel gibt, gehören zu den Bereichen der lebensmittelverarbeitenden Industrie (vor allem Wein und Kartoffeln, Bananen und Tomaten, aber auch Avocado, Mango und Ananas), der Tabakindustrie und Erdölindustrie, aber hier nur die Erdölraffinerie in Santa Cruz de Tenerife. Ziegen- und Rinderwirtschaft gibt es auf der Insel auch noch vereinzelt – aber in abnehmenden Maß. Die Lebensmittel, die auf der Insel produziert bzw. angebaut werden, werden in der Regel aufs spanische Festland bzw. in die EU exportiert.

Land und Leute

Die meisten ehemaligen Kleinbauern im Süden der Insel arbeiten heute als Kellner oder Kioskbetreiber bzw. als Zimmermädchen oder auch als Hotelier. Die meisten Menschen leben eh in Santa Cruz de Tenerife bzw. in La Laguna. Eine weitere größere Stadt ist Adeje. Teils werden die Hotels auch von ausländischen Arbeitskräften bewirtschaftet. Die Geburtenrate der Inselbewohner liegt im Übrigen über dem spanischen Durchschnitt. Dennoch ist der jährliche Bevölkerungszuwachs moderat und für die Insel auf lange Sicht zu verkraften. Auf der Insel leben auch viele Ausländer. Die Mentalität der Einheimischen ist dabei offen und herzig – typisch spanisch eben.